Greenpeace kommentiert Energiesparkampagne von Wirtschaftsminister Habeck

Berlin, 10. 6. 2022 - Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat heute eine bundesweite Kampagne zum Energiesparen angekündigt. Bürgerinnen und Bürger sollen dazu ermuntert werden, sparsamer mit Energie umzugehen. Es kommentiert Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland:

Im vierten Kriegsmonat widmet sich Wirtschaftsminister Habeck endlich dem Thema Energiesparen. Doch während Habeck die Menschen zum Sparen aufruft, subventioniert sein FDP-Kollege, Verkehrsminister Wissing, mit seinem milliardenschweren Tankrabatt den Spritverbrauch. Das ist als würde der eine einen Brand löschen, während der andere Briketts nachwirft. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

 

Vor allem aber kann die Bundesregierung die Verantwortung zum sparsamen Umgang mit Energie nicht allein auf die Menschen abwälzen. Der Rahmen dafür muss politisch von der Ampel-Regierung gesetzt werden - eine Kampagne ersetzt kein Gesetz. Die Ampel könnte den Energieverbrauch mit einer ganzen Reihe leicht umsetzbarer Maßnahmen flächendeckend senken. Ein Tempolimit auf Autobahnen ist schnell beschlossen und spart sofort Öl. Zudem ist es notwendig, den Einbau von Öl- und Gasheizungen spätestens ab 2024 zu verbieten, um Haushalte mittelfristig unabhängig von fossilen Energien zu machen. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
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