Stellungnahme zum zehnten Sanktionspaket der EU-Kommission

Hamburg, 24. Februar 2023 - Am Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine gibt die EU-Kommission heute ein zehntes Sanktionspaket bekannt. Trotz aller Bemühungen, sich von russischen Energieimporten unabhängig zu machen, kaufen EU-Staaten weiterhin Atombrennstoff und -technik vom russischen Staatskonzern Rosatom. Bisher sträuben sich vor allem Frankreich und Ungarn, die russische Atomindustrie mit in die Sanktionsliste der EU aufzunehmen. Greenpeace-Deutschland Atomenergieexperte Paul-Marie Manière appelliert an die Bundesregierung, den Druck bei der EU-Kommission für Sanktionen gegen den russischen Atomkonzern Rosatom zu erhöhen.

 Anstatt handlungsunfähig in einer Abhängigkeit von russischem Kernbrennstoff und Atomtechnik zu verharren, muss die EU-Kommission Sanktionen erlassen und zugleich die Energiewende europaweit vorantreiben. Erneuerbare Energien schützen das Klima sowie die politische Unabhängigkeit und damit auch unsere Demokratie. Bisher sträuben sich vor allem Frankreich und Ungarn, die russische Atomindustrie mit in die Sanktionsliste der EU aufzunehmen. Damit verstoßen Macron und Orban gegen den ausdrücklichen Willen des EU-Parlaments, das die Zusammenarbeit mit Russland im Atombereich beenden will. Paul-Marie Manière, Greenpeace Experte für Atom

Allein der französische Stromkonzern EDF zahlte 2022 mindestens 345 Millionen Euro über den Staatskonzern Rosatom in die russischen Kassen. Diese Abhängigkeit ist die Achillesferse der europäischen Energieversorgung, ein Desaster mit Ansage. Atomkraft bietet daher keinen Ausweg aus der Klimakrise. Es ist richtig und überfällig, dass Deutschland den Atomausstieg spätestens am 15. April vollzieht. Paul-Marie Manière, Greenpeace Experte für Atom

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