Greenpeace zum UN-Klimaanpassungsbericht

Hamburg, 4. November 2026 – Der neue UN-Bericht über den Stand der internationalen Klimaanpassung (UNEP Adaptation Gap Report) warnt vor einer wachsenden Finanzierungslücke und entsprechenden Auswirkungen für die meist Betroffenen. Zunehmende Anpassungskosten sind auch die Folge schwacher Klima- und Naturschutzpolitik. Bei einer Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad drohen massive wirtschaftliche Schäden und der Verlust von Lebensgrundlagen. Jannes Stoppel, Experte für internationale Klima- und Biodiversitätspolitik bei Greenpeace Deutschland, fordert von der Bundesregierung entschiedeneres Handeln:

Die Folgen der Klimakrise treffen die Welt mit immer größerer Wucht, auch Deutschland probt derzeit den Ernstfall: Derzeit findet die bislang größte nationale Krisenmanagementübung zum Thema ‘Dürre und Hitzewelle’ statt. Was bei uns mit vielen Ressourcen geübt wird, ist in vielen Regionen nahezu unmöglich. Es ist zutiefst ungerecht, dass die Länder, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, die Hauptlast der Klimazerstörung tragen – ohne die Mittel zu haben, den Folgen entgegenzuwirken. Jannes Stoppel, Greenpeace-Experte für internationale Klima- und Biodiversitätspolitik
Laut UNEP sind die öffentlichen internationalen Mittel für Klimaanpassung 2024 nur um eine Milliarde verglichen mit dem Vorjahr gestiegen, auf 28,2 bis 31,7 Milliarden US-Dollar. Um sich an die Folgen der Klimakrise anzupassen, brauchen Entwicklungsländer aber rund 305 Milliarden US-Dollar pro Jahr, bis 2035 voraussichtlich 420 Milliarden. Selbst eine Verdreifachung der aktuellen Mittel würde somit nur ein Bruchteil des Nötigen decken. Greenpeace fordert die Bundesregierung und andere reiche Länder auf, sich auf der COP31 zu einem verbindlichen Finanzierungsfahrplan zu verpflichten, der die Mittel für Anpassungsmaßnahmen bis 2035 mindestens verdreifacht. Um die Ursachen zu bekämpfen, ist es für Deutschland ebenso dringend, die Emissionen in allen Sektoren drastisch zu reduzieren und die grüne Elektrifizierung voranzubringen. Jannes Stoppel, Greenpeace-Experte für internationale Klima- und Biodiversitätspolitik

Für Rückfragen erreichen Sie Jannes Stoppel unter Tel. +49171-8880764 oder jannes.stoppel@greenpeace.org vor Ort auf der COP31 in Antalya. Hintergrund zur heutigen Dürre- und Hitzewelle-Übung, Greenpeace-Briefing zur Rolle von Stadtnatur bei Klimaanpassung: https://act.gp/4sCy0nW

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