Greenpeace zum Bericht des UN-Umweltprogramms

Berlin, 21. 20. 2026 — Die Welt steuert laut UN-Umweltprogramm (UNEP) auf eine durchschnittliche Erhitzung um 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Selbst wenn die beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden, steigen die Temperaturen laut UNEP um 2,8 Grad - eine Verschlechterung gegenüber dem im vergangenen Jahr festgestellten Kurs (+2,5 Grad). Gleichzeitig verzögern Saudi-Arabien, Russland, China und Indien die Arbeit des Weltklimarats (IPCC), was das Ziel gefährdet, wichtige Erkenntnisse des neuen IPCC-Berichts bis zur COP 2028 verfügbar zu machen. Dazu erklärt Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland:

Die Öl-, Gas- und Kohleindustrie heizt den Planeten mit erschreckendem Tempo auf. Ohne einen klaren Kurswechsel der Industrie- und Schwellenländer wird sich der schon jetzt katastrophale Temperaturanstieg weltweit mehr als verdoppeln. Damit wäre der jüngste Extremsommer mit Notschlachtungen, Ernteausfällen und über 15.000 Hitzetoten allein in Deutschland nur der Vorgeschmack für deutlich dramatischere Klimafolgen. Die Ursachen sind klar: Noch immer werden zwei Drittel der weltweiten Energie erzeugt, in dem Öl, Gas und Kohle verbrannt werden. Kein Wunder also, dass Öl-Staaten wie Saudi-Arabien die rechtzeitige Veröffentlichung wissenschaftlicher Bewertungen durch den Weltklimarat blockieren. Bei der anstehenden Weltklimakonferenz in der Türkei müssen Deutschland und die EU den fossilen Lobbyinteressen entschlossen entgegenhalten. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace
Um die Folgen der Erhitzung zu bremsen, muss der Ausstoß an Treibhausgasen in den kommenden Jahren laut UNEP doppelt so schnell sinken, wie bisher geplant. Bundeskanzler Merz muss jetzt seinen Kurs radikal korrigieren, statt Klimaschutz in Deutschland und der EU zu bremsen, muss er diesen zur Leitplanke für Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit entwickeln. Mit einer Wirtschaftsministerin, die klimaschädliches Gas und Öl fördert und Erneuerbare ausbremst, wird das Merz nicht gelingen. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace

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