Greenpeace zum Digitalgipfel der Bundesregierung

Berlin, 2. November 2026 – Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) fordert mehr Tempo beim Ausbau der KI-Infrastruktur. Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung sprach sich Wildberger dafür aus, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 zügig auszubauen. Matthias Lambrecht, Greenpeace-Experte für Wirtschaftspolitik mahnt, das Vertrauen in die neue Technologie nicht durch mangelnde Transparenz und ungeregelten Ressourcenverbrauch zu verspielen:

Minister Wildberger hat recht damit, dass der Ausbau von KI-Infrastruktur Vertrauen in die Fähigkeit der Demokratien voraussetzt, eine bessere Zukunft gestalten zu können. Das gilt ganz konkret für den Plan, die Kapazität der Rechenzentren in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln. Die Bundesregierung steht in der Pflicht, den massiven Wasser- und Energieverbrauch der geplanten Rechenzentren transparent zu machen. Der Einsatz von KI soll in erster Linie den Menschen in Deutschland und Europa dienen, nicht den Geschäftsinteressen milliardenschwerer Tech-Bros aus den USA, die auch hierzulande den Ausbau der KI-Infrastruktur dominieren. Matthias Lambrecht, Greenpeace-Experte für Wirtschaftspolitik
Erlaubt die Bundesregierung den Tech-Konzernen, mit der Novellierung des Energieeffizienzgesetzes, Informationen über den Verbrauch und die Folgen vor Ort zu verschweigen, verspielt sie das Vertrauen der Menschen, anstatt Akzeptanz zu gewinnen. Geltende Regeln für einen effizienten Betrieb von Rechenzentren und den Vorrang für die Nutzung erneuerbarer Energien dürfen nicht aufgeweicht werden, sonst vergibt Deutschland die Chance, beim Ausbau der KI-Infrastruktur mit innovativen und ressourcenschonenden Lösungen eine Führungsrolle zu übernehmen. Matthias Lambrecht, Greenpeace-Experte für Wirtschaftspolitik

Matthias Lambrecht GP0STSP7J © Lucas Wahl:Greenpeace.jpg
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