Hamburg, 30. Juli 2026 – Die heute veröffentlichten Quartalszahlen von Shell zeigen, dass der Konzern seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelte, von 4,26 Milliarden US-Dollar auf 9,84 Milliarden. Auch andere Ölkonzerne wie Total Energies und Eni haben ihre Gewinne deutlich gesteigert. Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat sieht hier Übergewinne zu Lasten der Allgemeinheit:
Während Wälder, Häuser und Spielplätze in Frankreich und Spanien in Flammen stehen und Trump seinen Krieg gegen Iran führt, feiern die Ölkonzerne ungeniert ihre Milliardengewinne. Es ist zutiefst obszön, dass diese Konzerne aus der Not der Menschen und der Zerstörung des Planeten ein Geschäftsmodell machen. Die künstlich in die Höhe getriebenen Ölpreise lassen die Lebenshaltungskosten von uns allen explodieren – gleichzeitig zerstören die Wetterextreme Menschenleben, Häuser und Ernten. Alleine in Deutschland starben rund 10.000 Menschen infolge der Hitze, meldet das Robert Koch-Institut heute.Weder die aktuellen Hitzewellen noch der aktuelle Ölpreisschock sind Zufälle - sie sind die schlüssige, brutale Folge des fossilen Systems. Solange wir an fossilen Energien hängen, wird sich die Klimakrise verschärfen – und bei jeder internationalen Krise der wirtschaftliche Würgegriff der Ölkonzerne stärker.Lena Donat, Greenpeace-Mobilitätsexpertin