Berlin, 15. 9. 2026 - Die Preise für Diesel und Benzin erreichen historische Höchstwerte. Nun hat Bundeskanzler Friedrich Merz Entlastungen für Verbraucher:innen angekündigt. Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat warnt vor sozialen und ökologischen Fehlanreizen:
Der Impuls, die Menschen bei steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten, ist richtig – pauschale Steuersenkungen aber wären der falsche Weg. Davon würden vor allem die Ölkonzerne profitieren, die ohnehin seit Monaten satte Übergewinne einstreichen. Für die nächste Spritpreis-Krise wären wir außerdem keinen Deut besser gewappnet. Wirksamer und gerechter wäre es, die Übergewinne der Ölkonzerne abzuschöpfen und damit beispielsweise den Preis des Deutschlandtickets wieder auf 9 Euro zu senken. Das entlastet Haushalte spürbar und senkt zudem den Spritverbrauch. Das beste Mittel gegen schmerzhafte Ölpreisschocks ist, sich vom Öl unabhängiger zu machen. Dass viele das bereits verstanden haben, zeigt der rasant steigende Absatz von E-Autos.Lena Donat, Mobilitätsexpertin