Berlin, 25. 6. 2026 – Bevor der Bundestag an diesem Donnerstag über das Infrastruktur-Zukunftsgesetz abstimmt und das Bundeskabinett sich mit dem Natürliche-Infrastruktur-Gesetz befasst, warnt Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, vor den ökologischen Konsequenzen:
Bürokratieabbau darf nicht zum Raubbau an der Natur führen. Deutschland braucht schnellere Verfahren, um uns besser gegen die Folgen der Klimakrise zu schützen und die Verkehrswende voranzutreiben. Ein Infrastruktur-Zukunftsgesetz verdient seinen Namen nur, wenn dadurch Zukunft gesichert statt zerstört wird. Planung auf Kosten von Natur, etwa um noch mehr Autobahnen durch die Landschaft zu walzen, setzt falsche Prioritäten. Wälder kühlen - Asphaltschneisen wie Autobahnen heizen die Klimakrise an.Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
Besonders schockierend ist, dass dieses Paket den Schutz und die Wiederherstellung unserer natürlichen Lebensgrundlagen künftig dem Ausbau von Infrastruktur unterordnen will. Das muss der Deutsche Bundestag verhindern. Das Naturschutzrecht darf nicht beschnitten werden, schließlich hat Deutschland sich international verpflichtet, den Verlust der Artenvielfalt bis 2030 aufzuhalten.Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
Wer in Zeiten zunehmender Dürre und Hitze den Schutz von Wäldern und Mooren zurückdrängt, baut die natürliche Klimaanlage unseres Landes ab. Das Infrastrukturgesetz muss von einem starken Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur flankiert werden, wie Umweltminister Carsten Schneider es vorgelegt hat. Sonst riskiert die Regierung, den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen großflächig zu verlieren. Wer die natürliche Hilfe gegen die Folgen der Klimakrise wirksam nutzen will, darf die Natur nicht mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz weiter unter Druck setzen.Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
Website-Artikel: Die Gefahr des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes