Hamburg, 2. 7. 2026 – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat zu Beginn seiner Sommerreise einen Aktionsplan Meer veröffentlicht, der beispielhafte Maßnahmen für den Schutz der Meere beinhaltet. Für Daniela von Schaper, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland, müssen zu den Maßnahmen, die den schlechten Zustand der Meere verbessern können, auch strenge Düngeregelungen für die Landwirtschaft gehören:
Gerade der schlechte Zustand der Ostsee zeigt, dass dieser Aktionsplan noch zu wenig ist für eine echte Kehrtwende beim Meeresschutz: Dort sind die Dorsch- und Heringspopulationen schon jetzt kollabiert, das Artensterben schreitet voran - und die hohen Nährstoffbelastungen durch die Überdüngung in der Landwirtschaft rauben den Tieren und Pflanzen in der Ostsee nun auch noch den Sauerstoff.Daniela von Schaper, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland
Um das Problem der Eutrophierung an der Wurzel zu packen, sollte Umweltminister Schneider seinen Aktionsplan mit Regeln für eine bedarfsgerechte Düngung nachschärfen. Daher muss er sich jetzt auch allen Versuchen der Bundesländer entgegenstellen, die besonders nitratbelasteten Roten Gebiete nicht länger auszuweisen. Minister Schneider ist zusammen mit Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) dafür verantwortlich, eine Düngeverordnung auf den Weg zu bringen, die natürliche Kreisläufe schließt und unser Wasser schützt - auch das der Ostsee.Daniela von Schaper, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland