Greenpeace zur heute endenden Klimakonferenz in Bonn

Bonn, 18. 6. 2026 – Die heute endenden Bonner Klimaverhandlungen (SB64) zeigen die Grenzen des derzeitigen UNFCCC-Systems angesichts der sich beschleunigenden Klimakrise. Der multilaterale Fortschritt bleibt weit zurück hinter dem dringend nötigen. Ein anstehender UN-Reformprozess und freiwillige Initiativen außerhalb der eigentlichen Verhandlungen sollen internationalen Klimaschutz voranbringen. Greenpeace-Klimaschutzexperte Jannes Stoppel fordert mehr Verbindlichkeit und ein höheres Tempo:

Wir haben hier in Bonn eine strukturelle Lähmung erlebt. Streit um fehlende Klimafinanzierung, gegensätzliche geopolitische Interessen und fehlende Umsetzungsmechanismen zwingen die Verhandlungen zu Trippelschritten, dabei sind eigentlich Siebenmeilenstiefel nötig. Immerhin hat die kommende türkische COP-Präsidentschaft den Ausstieg aus fossilen Energien und einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren mit einem Elektrifizierungs Ziel auf die Agenda gesetzt. Damit gibt die Türkei der kommenden Weltklimakonferenz schon jetzt eine klare Richtung vor. Das ist ermutigend, denn den Stromanteil im Energiemix auszubauen, kann nur bedeuten, den Anteil von Öl und Gas zu senken. Jannes Stoppel, Greenpeace-Klimaschutzexperte
Diese Entwicklung zeigt sich angesichts der fossilen Energiekrise gerade weltweit und Deutschland kann sie mit einer Energiepolitik beschleunigen, die konsequent auf Erneuerbare setzt, statt die Energiewende wie zuletzt auszubremsen. Auch die Pläne, die weltweite Zerstörung von Wäldern bis zum Jahr 2030 zu beenden, sollte die Bundesregierung mit neuen Allianzen unterstützen, um auf der Weltklimakonferenz im Herbst eine neue Dynamik zu schaffen. Jannes Stoppel, Greenpeace-Klimaschutzexperte

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