Greenpeace zum heute vorgestellten “EU Cloud and AI Development Act”

Hamburg, 3. Juni 2026 – Die EU-Kommission stellte heute mit dem “Cloud and AI Development Act” strenge Regeln bei öffentlichen Cloud-Aufträgen in den Bereichen Banken, Energie und Gesundheit vor. Neben dem Preis sollen künftig auch Anforderungen an in der EU entwickelte Soft- und Hardware eine Rolle spielen. Auch soll geprüft werden, ob Drittstaaten die Anbieter kontrollieren. Ein Grund dafür ist die Sorge, dass US-Behörden auf europäische Daten zugreifen könnten. Greenpeace-Sprecherin Linda Klapdor fordert, US-Cloud Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud künftig von öffentlichen Aufträgen in der EU auszuschließen:

Endlich unternimmt Brüssel etwas, um die EU aus einer gefährlichen digitalen Abhängigkeit zu befreien, die demokratische Werte und unsere Souveränität untergräbt. Solange Amazon, Microsoft und Google mit ihrem Cloud-Angebot ökologische und ethische Mindeststandards ignorieren, haben sie nichts in Europas kritischer Infrastruktur zu suchen. Von europäischen Steuergeldern dürfen nur Unternehmen profitieren, die demokratische Werte respektieren. Der heutige Schritt sollte jedes Unternehmen wachrütteln, das Daten in der Cloud speichert: Amazon, Google und Microsoft sind keine vertrauensvollen Geschäftspartner. Die neuen Regeln der EU können nur ein erster Schritt auf dem Weg zu ökologischen und ethischen Standards für den Ausbau von Rechenzentren sein. Diese Standards müssen so schnell wie möglich konkretisiert und auf den Verbrauch von Energie und Wasser ausgeweitet werden.  Greenpeace-Sprecherin Linda Klapdor

Hintergrund: Greenpeace hat eine Richtlinie für Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google erarbeitet, die ökologische und ethische Mindeststandards in sofort umsetzbare Vorgaben übersetzen. Den Greenpeace Vorschlag finden Sie hier

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