Hamm, 30. 5. 2026 – Unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ haben heute 5.000 Menschen in Hamm demonstriert. 2.000 von ihnen haben zudem vor der Kulisse des Gaskraftwerks Gersteinwerk (RWE) mit einem Menschenbild ein bewegliches Windrad geformt und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die Initiatoren der Protestaktionen, Greenpeace, Campact, Fridays for Future und BUND, fordern einen sofortigen Kurswechsel in der aktuellen Energiepolitik, weg von fossilem Gas und hin zu einer konsequenten, sozial gerechten Energiewende.
Die Organisatoren erklären: “Tausende Menschen sind heute in Hamm zusammengekommen, um gemeinsam ein starkes, kreatives und friedliches Zeichen für eine gerechte Energiewende zu setzen. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien, nicht neuen fossilen Abhängigkeiten. Die Protestaktionen heute haben gezeigt, wie bunt und entschlossen die Klimabewegung ist. Wir wollen Zukunft statt Gas - und stellen uns mit vereinten Kräften dem klimapolitischen Rollback der Bundesregierung entgegen.”
Anlass der Proteste sind die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), in ganz Deutschland in großem Umfang neue Gaskraftwerke zu bauen. Nach Ansicht des Bündnisses setzt Ministerin Reiche damit falsche energiepolitische Prioritäten: Statt den Ausbau erneuerbarer Energien entschlossen voranzutreiben, würden zentrale Fortschritte der Energiewende ausgebremst und Milliardenbeträge in klimaschädliche fossile Infrastruktur investiert.
Die Bündnis-Demonstration ist eine von vielen Protestaktionen im Raum Hamm, zu denen unterschiedliche Organisationen und Gruppen der Klimabewegung aufrufen. Im Lippepark in Hamm findet seit dem 27. Juni ein ehrenamtlich organisiertes Klimacamp mit einem breiten Informations- und Mitmachangebot statt.
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