Hamburg, 18. März 2026 - Der Expertenrat Klimafragen geht davon aus, dass Deutschland sein Klimaziel für das Jahr 2030 um bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 überschreiten wird. Die Verfehlungen bis zum Jahr 2045 fallen laut Bericht deutlich dramatischer aus, als bisher angenommen. Neben dem Verkehr wird insbesondere der Gebäudebereich als problematisch ausgemacht. Für Greenpeace Geschäftsführer Martin Kaiser müssen sich die Ergebnisse des Berichts schnell in der Verkehrs- und Energiepolitik niederschlagen:
Dieser Bericht ohrfeigt die bisherige Klimapolitik der Bundesregierung. Der Expertenrat unterstreicht, dass die aktuellen und geplanten Maßnahmen nicht ausreichen. Die gute Nachricht: Nie deckte sich Klimaschutz enger mit Sicherheits- und Sozialpolitik als heute. Die erste Konsequenz daraus sollte sein, das abgeschwächte Heizungsgesetz zu stoppen. Haushalte mit teuren Öl und Gasheizungen in eine fossile Falle laufen zu lassen, ist verantwortungslose Politik und vergrößert den Klimarückstand bei Gebäuden. Nötig sind jetzt Maßnahmen, die schnell greifen, etwa ein Tempolimit, das die Spritnachfrage schon morgen senken kann. Solche Schritte schonen das Klima und die Portemonnaies der Menschen.