Gericht stoppt Gasbohrung vor Borkum erneut - Greenpeace beendet Protest auf Plattform

Borkum, 4. 6. 2024 – Das geplante Gasbohrvorhaben vor der Nordseeinsel Borkum muss der niederländische Energiekonzern One Dyas erneut stoppen. Das hat der Oberste Gerichtshof der Niederlande heute entschieden. Erst heute früh war die Bohrplattform “Prospector 1” an der geplanten Bohrstelle angekommen. Greenpeace-Aktivist:innen kletterten auf die Plattform und haben sich in den Standbeinen festgemacht. Angesichts der Gerichtsentscheidung haben die Klimaschützer:innen den Protest auf der Plattform am Nachmittag beendet.

 

Der Protest auf der Plattform hat dafür gesorgt, dass One Dyas keine Fakten schafft, bevor ihr klimazerstörendes Vorhaben noch einmal auf den Prüfstand kommt. Das ist ein Punktsieg für den Klima- und Meeresschutz. Während Süddeutschland mit Hochwassern kämpft, die durch die Klimakrise immer wahrscheinlicher werden, setzen fossile Konzerne weiterhin Gasprojekte in ganz Europa durch. Damit muss Schluss sein! Mira Jaeger, Greenpeace-Expertin für Klima und Energie

 

Am 12. Juni findet in Den Haag eine weitere Anhörung zum Fortgang der Bohrungen statt. Die Genehmigung auf deutscher Seite steht allerdings nach wie vor aus. Zuständig ist das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Landeswirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) untersteht. Das vor Borkum geförderte Gas würde gerade einmal ein Prozent des derzeitigen deutschen Gasverbrauchs ausmachen.

 

Der niederländische Energiekonzern One-Dyas plant, an dieser Stelle das Erdgasfeld N-05A auszubeuten. Ein niederländisches Gericht hatte das Bohrvorhaben zunächst über ein Jahr lang gestoppt, doch vergangener Woche liegt One-Dyas nun eine neue Bohrgenehmigung vor. Am vergangenen Freitag hatten die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Bürgerinitiative Saubere Luft und weitere Klagende eine einstweilige Verfügung gegen den bevorstehenden Bau der Plattform beantragt. Der Antrag wurde im Rahmen eines laufenden Verfahrens vor dem zuständigen Gericht in Den Haag gegen den Konzern One-Dyas gestellt.

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