Demonstration in München: Erneuerbare Energien verteidigen!

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Naturschutz, Fridays For Future, Greenpeace Bayern und Umweltinstitut München

München, 13. 4. 26 – Während die Energiepreise seit Beginn des Irankriegs immer weiter steigen, blockiert Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Ausbau der erneuerbaren Energien. Deswegen ruft ein breites Bündnis für kommenden Samstag, den 18. April 2026, in vier deutschen Städten – darunter auch München – zu Großdemonstrationen auf. Unter dem Motto “Erneuerbare Energien verteidigen!” will das Bündnis Zehntausende Menschen deutschlandweit für die Energiewende und gegen fossile Abhängigkeit auf die Straße bringen. Die Kundgebung in München beginnt um 12 Uhr am Siegestor (Leopoldstr. 2, 80539 München) und zieht zum Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (Prinzregentenstr. 28, 80538 München), wo um 14 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt. Als Redner:innen zugesagt haben: Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, der Münchner Astrophysiker Prof. Harald Lesch, Katharina Habersbrunner vom Bündnis Bürgerenergie. Sepp Bichler von der Energiebauern GmbH, der Regensburger Energiesystem-Professor Michael Sterner und die Musiker:innen Hans und Sarah Well alias “Wellbappn”.

Die Demonstration in München wird organisiert vom BUND Naturschutz in Bayern, Fridays For Future München, Greenpeace Bayern und dem Umweltinstitut München. Deren Referent für Energiepolitik, Dr. Hauke Doerk, kritisiert die Politik von Katherina Reiche scharf: “Mehr fossiles Gas verbrennen und gleichzeitig erneuerbare Energie sabotieren: Die Energiepolitik der Bundesregierung geht in die völlig falsche Richtung. Es gewinnen nur die fossilen Konzerne, den Schaden und die Kosten tragen wir alle. Wirtschaftsministerin Reiche will die Einspeisevergütung für PV-Anlagen streichen, den Anschluss von Solar- und Windanlagen massiv erschweren, und Heizen mit Öl und Gas verlängern. Dagegen protestieren wir. Wir lassen uns die Energiewende nicht kaputt machen! Wir fordern mehr Klimaschutz, mehr günstige und sichere Energie und weniger fossile Abhängigkeiten!”

Der Krieg in Nahost zeigt uns, wie abhängig wir von Öl und Gas sind. Umso mehr müsste die Bundesregierung jetzt den Ausbau unabhängiger erneuerbarer Energien vorantreiben. Doch stattdessen will Ministerin Reiche neue Gaskraftwerke genehmigen und Solardächer nicht länger fördern. Das vergrößert unsere fossile Abhängigkeit und treibt Menschen mit Gas- und Ölheizungen in die Kostenfalle. Erneuerbarer Strom ist der sauberste und günstigste Brennstoff unserer Zeit - ob für die Wärmepumpe oder das Elektroauto. Und Bayern ist gesegnet mit Sonne, Wind und Erdwärme. Wenn es die CSU als Teil der Bundesregierung ernst meint mit der Energiewende, muss sie Reiche zur Vernunft bringen.  Stefan Krug, Leiter des Greenpeace-Landesbüros Bayern

Der Landesvorsitzende des BUND Naturschutz, Martin Geilhufe, fordert eine Fortsetzung des Ausbaus: „Die Erneuerbaren könnten Bayern längst zuverlässig versorgen: die Solarenergie ist heute schon unsere wichtigste Stromquelle. Das ist eine bayerische Erfolgsgeschichte, auf die wir stolz sein können. Doch sie darf jetzt nicht enden: Damit Bayern krisensicher zu 100 Prozent mit sauberem Strom versorgt wird, müssen wir diesen Ausbau fortsetzen und endlich mehr Windräder bauen. Denn nur sie garantieren unsere Versorgungssicherheit im Winter. Die Bundesregierung darf diese Entwicklung jetzt nicht abwürgen, wir brauchen stattdessen Planungssicherheit für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren.“ Ronja Hofmann von Fridays For Future betont die Wichtigkeit des Klimaschutzes: “Unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ist kein Naturgesetz, sie wurde aktiv hergestellt, indem Erneuerbare seit Jahren systematisch ausgebremst werden. Dabei ist klar: Das geht nicht nur auf Kosten unserer Wirtschaft, unserer Unabhängigkeit und durch steigende Preise wortwörtlich auf die Kosten jedes Einzelnen, sondern insbesondere auf Kosten zukünftiger Generationen. Klimaschutz ist ein Grundrecht, das uns vom Bundesverfassungsgericht bestätigt wurde. Damit ist eine Abkehr von Fossilen nicht nur sinnvoll und sozial gerecht, sondern notwendig. Mit unserem Protest machen wir gemeinsam deutlich: Die Energiewende zu retten, ist Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft.” 

Bundesweiter Träger der Demonstrationen sind Campact, DUH, Fridays for Future, Greenpeace, Germanwatch, German Zero und WWF. Die anderen drei Demonstrationen finden in Berlin, Hamburg und Köln statt. 

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