Greenpeace zu Wirtschaftsministerin Reiches Forderung, EU Klimaziele aufzuweichen

Hamburg, 24. 03. 2026 – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stellt die EU-Klimaziele für 2050 in Frage. Bei der Energiekonferenz CERAWeek in den USA plädierte sie dafür, das europäische Klimaziel der Klimaneutralität bis 2050 um bis zu zehn Prozent aufzuweichen. Geschäftsführender Vorstand Greenpeace e.V., Martin Kaiser, fordert Kanzler Friedrich Merz auf, diese fahrlässigen Gedankenspiele zu stoppen:

Wer die Wirtschaft über Klimaschutz stellt, wie es Katherina Reiche tut, setzt beide aufs Spiel. Mit ihren Äußerungen in den USA vertritt die Wirtschaftsministerin erneut Interessen der fossilen Lobby, redet eine Renaissance der Atomkraft herbei und geißelt das Vertrauen in Wind- und Sonnenenergie als ‘naiv’. Dabei sind die steigenden Energiepreise infolge des Irankriegs die Konsequenz einer naiven Energiepolitik, die sich viel zu lange auf Öl und Gas verlassen hat. Die gegenwärtig hohen Preise für Fossile entlarven genau diese Politik als fahrlässig und riskant. Statt in der Abhängigkeit zu verharren, sollten die Bundesregierung und EU sich über die vereinbarten Klimaziele endlich von Gas und Öl lösen. Diese Leitplanken sollte Bundeskanzler Merz jetzt von seiner Wirtschaftsministerin einfordern und diese klimapolitische wie ökonomische Geisterfahrt stoppen.  Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace e.V.

 

 

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