Greenpeace zu den heute vorgestellten Emissionsdaten

Berlin, 14. 3. 26 - Deutschland tritt beim Klimaschutz auf der Stelle, in den Bereichen Verkehr und Gebäude stieg der CO2-Ausstoß zuletzt sogar. Der heute von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) vorgelegte Projektionsbericht des Umweltbundesamts (UBA) spricht von Gesamtemissionen in Höhe von 649 Millionen Tonnen - knapp eine Millionen Tonnen oder 0,1 Prozent weniger als 2024. Während damit das Klimaziel für 2025 erreicht wird, sind für das 2030er CO2-Ziel ab sofort jährliche CO2-Einsparungen von durchschnittlich 42 Millionen Tonnen nötig. Nicht berücksichtigt sind dabei geplante Rückschritte beim Klimaschutz, etwa beim Heizungsgesetz oder den CO2-Grenzwerten für Pkw. Greenpeace-Sprecherin Marissa Reiserer sieht jetzt Minister Schneider mit dem anstehenden Klimaschutzprogramm in der Pflicht:

Diese Zahlen sind ein gellender Weckruf. Ausgerechnet im Verkehr und beim Heizen wurden mehr fossile Energien verbrannt. Dabei erleben wir gerade, was es bedeutet, sich unberechenbaren Öl- und Gas-Lieferanten auszuliefern. CO2 zu sparen heißt, diese Abhängigkeit zu verringern. Das Tempo beim Klimaschutz muss massiv steigen, auch um das Leben von Millionen Menschen bezahlbarer und das Land sicherer zu machen. Wer heute schon elektrisch fährt oder mit Wärmepumpe heizt, kann die steigenden Preise für Sprit und Gas gelassener sehen. Doch indem die Regierung die Strom-Alternativen zu Gas und Öl sabotiert, lässt sie die Heiz- und Tankrechnungen der Menschen durch die Decke schnellen.    Marissa Reiserer, Greenpeace-Sprecherin
Das jetzt anstehende Klimaschutzprogramm ist zuallererst ein Auftrag für Umweltminister Carsten Schneider. Er muss alles daran setzen, die fossilen Ketten zu sprengen, die uns eine falsche Energie- und Verkehrspolitik angelegt haben und die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihren Gas-Plänen gerade noch fester schraubt. Das beste Werkzeug dazu sind Wärmepumpen, E-Mobilität und bezahlbarer ÖPNV. Marissa Reiserer, Greenpeace-Sprecherin

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