Brüssel, 27.3.2026 – Die Europäische Kommission hat angekündigt, die vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Handelsabkommens zu erzwingen. Damit greift sie einer Ratifizierung durch das Europäische Parlament sowie einem noch ausstehenden Gutachten des Europäischen Gerichtshofs zur Rechtmäßigkeit des Textes vor.
Von der Leyens Vorgehen riecht nach Verzweiflung. Es zeigt, dass sie mehr daran interessiert ist, eine Handvoll multinationaler Konzerne zu beschwichtigen, als die Rechte und Interessen der Menschen und der Umwelt zu wahren. Doch dieser Versuch, sich der demokratischen Kontrolle zu entziehen, wird den Widerstand gegen diesen katastrophalen Deal nur noch verstärken. Die Demokratie mit Füßen zu treten und die Gerichte zu umgehen, wird keineswegs dazu beitragen, Europa in einer instabilen Welt sicherer zu machen.Lis Cunha, Handelsexpertin Greenpeace EU
*** Rechtsexpert:innen von Greenpeace EU werden am Mittwoch, den 4. März um 15:00 Uhr (MEZ) ein Hintergrundgespräch für die Presse zur Rechtmäßigkeit der vorläufigen Anwendung des Abkommens und zu möglichen rechtlichen Schritten abhalten. Bitte melden Sie sich bei John Hyland unter john.hyland@greenpeace.org an, um den Link zu erhalten.
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