Belém, 9. November 2025 - Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace, zur morgen startenden 30. UN-Klimakonferenz:
Nie war eine Klimakonferenz politischer als diese. Hier in Belém geht es in den kommenden zwei Wochen auch um die Frage: Sind auch in diesen Zeiten genug Staaten und zivilgesellschaftliche Akteure willens, ein existenzielles globales Problem auch gemeinsam anzugehen? Im Weißen Haus regiert ein Präsident, der sein Amt als Höker von amerikanischem Öl und Gas versteht, der Kreml finanziert einen brutalen Angriffskrieg mit fossilen Exporten und die Öl- und Gasindustrie lobbyiert mit der Macht ihrer Milliarden gegen den Erfolg erneuerbarer Energien. Deutschland und die EU dürfen ihre Politik nicht zurückdrehen und nicht zulassen, dass diese mächtigen Kräfte diese Konferenz kapern und scheitern lassen.Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace
Belém kann zu einem Zeichen der Hoffnung werden, wenn fortschrittliche Staaten sich zusammenschließen, um den Ausstieg aus den fossilen Energien mit Ehrgeiz umzusetzen und einen Plan vorlegen, der die Zerstörung unserer Wälder stoppt. Wie dringend wir einen solchen Waldaktionsplan brauchen, wird hier, am Tor zum Amazonas-Regenwald, überdeutlich. Nur mit wirksamen Schutz kann der Tropenwald unser Verbündeter im Kampf gegen die Klimakrise und die Heimat indigener Gemeinschaften bleiben. Das wird nicht von allein passieren. Nötig sind dafür keine vagen Absichtsbekundungen, sondern klare Finanzzusagen großer Industriestaaten, auch von Deutschland.Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace
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