Rom (Italien)/Hamburg, 27.2.2025 – Nachdem die UN-Weltnaturkonferenz im vergangenen November in Cali an der Frage zur Finanzierung des Naturschutzes gescheitert war, gab es jetzt auf der 3-tägigen Fortsetzungs-COP ein gutes Ergebnis: Die Mitgliedstaaten haben einen Kompromiss für die zukünftige Finanzierung gefunden. So haben sich reichere Industrienationen und Länder des Globalen Südens auf eine Strategie geeinigt, die neue Finanzmittel bis 2030 mobilisieren soll und Länder ermahnt, schädliche Subventionen zu beenden und umzuwidmen. Auch wurde ein sogenanntes Monitoring Framework beschlossen, um die Maßnahmen zur Umsetzung des Weltnaturabkommens besser überprüfen zu können. Für Jannes Stoppel, Politikexperte von Greenpeace Deutschland, endet die Weltnaturkonferenz mit einem hoffnungsvollen Signal.
Die Entscheidungen von Rom zeigen, dass die Weltgemeinschaft sich weiter den großen ökologischen Krisen stellen will. Und das auch ohne die USA, die bei der Bekämpfung der Artenkrise nicht mitverhandelt haben und sich vom Pariser Klimaabkommen verabschiedet haben. Das gibt Hoffnung! Die gefundenen Einigungen ebnen den Weg zur nächsten Klimakonferenz in Brasilien am Ende des Jahres, bei der Klima- und Naturschutzmaßnahmen stärker verzahnt werden müssen und es dringende Entscheidungen zum Schutz des Amazonas und der Wälder weltweit geben muss. Rom sendet eine klare Botschaft nach Berlin: Die neue Bundesregierung muss international Verantwortung übernehmen und mehr Geld in den internationalen Klima- und Naturschutz stecken. Und nicht nur das: Auch in Deutschland muss Schluss sein mit dem Zerstören von Natur und Lebensräumen! Wir brauchen einen neuen gesetzlichen Rahmen, der Naturschutz und Wiederherstellungsmaßnahmen, natürlichen Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen zum Schutz aller Menschen garantiert.Jannes Stoppel, Greenpeace-Politikexperte
in Deutschland: Jannes Stoppel, +491718880764, jannes.stoppel@greenpeace.org
in Rom: Fredrick Njehu, +254723583251, fnjehu@greenpeace.org
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- Jannes Stoppel
- Experte für internationale Klima- und Entwicklungspolitik
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- Miryam Nadkarni
- Pressesprecherin Waldwende, Amazonas-Regenwald, CBD
- miryam.nadkarni@greenpeace.org
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