Stellungnahme zum Beschluss der EU-Fischfangquoten

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Mehr Schutz für den vom Aussterben bedrohten Europäischen Aal haben die Fischereiminister:innen der EU heute in Brüssel bei den Verhandlungen über die Fangquoten im Nordostatlantik beschlossen. Für die kommerzielle Fischerei wurde die Schonzeit auf Vorstoß der EU-Kommission und durch Unterstützung von Deutschland von drei auf sechs Monate verlängert. Für Freizeitfischer:innen gibt es ein generelles Fangverbot. Greenpeace-Meeresexperte Till Seidensticker begrüßt den Beschluss,hält aber weitere Schritte von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) für notwendig:

Es ist ein richtiger Schritt, die Schonzeit zu verdoppeln. Doch langfristig ist ein komplettes kommerzielles Fangverbot für den Europäischen Aal bitter notwendig, um ihn vor der Ausrottung zu bewahren. Dass eine vom Aussterben bedrohte Art weiterhin kommerziell bejagt werden darf, ist jedes Jahr aufs Neue ein Skandal. Der Lebensraum des Aales umfasst sowohl Salz- als auch Süßwasser. So ist er überall vielen Gefahren durch den Menschen ausgesetzt. Daher ist es so wichtig, seinen Lebensraum auch in Flüssen wiederherzustellen. Jedoch entbindet diese Maßnahme die Fischerei und die Politik nicht von ihrer Verantwortung. Während die Vereinten Nationen in Montreal bei der Naturschutzkonferenz über Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt diskutieren, sollte auch Minister Özdemir zukünftig für ein generelles Fangverbot für Aale eintreten.

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