Kommentar zur Halbzeit der COP27

Sharm El-Sheikh, 13.11.2022 – Morgen beginnt die zweite Woche der UN-Klimakonferenz im ägyptischen Sharm El-Sheikh. Ein zentrales Thema ist in diesem Jahr der finanzielle Ausgleich für die weltweit bereits entstandenen und in Zukunft zu erwartenden Schäden infolge der Klimakrise. 

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, kommentiert:

Die am stärksten von der Klimakrise betroffenen Menschen, die am wenigsten zur Erderhitzung beitragen, begehren zurecht auf und fordern von den reichen Superemitenten verlässliche Unterstützung zur Bekämpfung ihrer existenzbedrohenden Lage. Deshalb ist es notwendig, dass sich Staatengemeinschaft bis zum Ende der COP27 darauf einigt, einen eigenen, gut gefüllten Geldtopf bereitzustellen, aus dem sie künftig Schäden und Verluste, die zum Beispiel durch Stürme oder Fluten entstehen, kompensiert. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland
Um der sich dramatisch zuspitzenden Klimakrise entgegenzuwirken und die 1,5-Grad-Grenze noch einhalten zu können, muss ein zentrales Ergebnis der Konferenz außerdem sein, nun endlich den weltweiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu beschließen. Für Deutschland heißt das unter anderem keine weiteren Investitionen in neue Gasförderprojekte im Ausland. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland
Außenministerin Annalena Baerbock hat im Vorfeld der Konferenz den Nord-Süd-Ausgleich und das 1,5-Grad-Limit ins Zentrum ihrer neuen Klima-Außenpolitik gestellt. Wenn sie in dieser Woche zur UN-Klimakonferenz reist, muss sie beweisen, dass sie es damit ernst meint. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland
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