Es ist und bleibt energiepolitischer Unsinn, den gesetzlich festgelegten Atomausstieg zum 31. Dezember 2022 auszuhebeln. Die heute veröffentlichten Eckpunkte zum Reservebetrieb zeigen einmal mehr, was für einen winzigen Beitrag zur Netzsicherheit die beiden Atomkraftwerke beim Weiterbetrieb noch leisten können. Die Strommangellage in Frankreich durch Abschaltung zahlreicher AKWs zeigt, wie unzuverlässig Atomenergie ist. Daneben besteht das Risiko katastrophaler Atomunfälle. Für die wenigen Stunden, in denen die Netzstabilität im kommenden Winter möglicherweise unsicher werden könnte, wäre stundenweises gezieltes und vereinbartes Abschalten von großen industriellen Verbrauchern und intelligentes Lastmanagement viel zielführender.Heinz Smital, Atomexperte
Verwandte Presseaussendungen
Greenpeace-Aktivist:innen protestieren an Tankstelle für Übergewinnsteuer
Für eine Steuer auf die erheblichen Übergewinne der Mineralölkonzerne demonstrieren zehn Greenpeace-Aktivist:innen heute an einer Shell-Tankstelle in Hamburg.
Raus aus Öl und Gas: Fünf Maßnahmen für bezahlbare Energie und Mobilität
Fünf Maßnahmen können Privathaushalte in Deutschland bei steigenden Energiepreisen langfristig entlasten und gleichzeitig den Klimaschutz vorantreiben. Das zeigt eine neue Studie des Forums Ökologi...
Greenpeace zur Betriebsgenehmigung für finnisches Atommüll-Endlager
Das erste Atommüllendlager weltweit erhält in Finnland die Betriebsgenehmigung. Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital sieht in dem Konzept kein geeignetes Vorbild für die deutsche Endlagersuche.
Greenpeace-Aktivist:innen protestieren in Berlin mit Banner und Projektion gegen KI-Greenwashing von Nvidia
Gegen die rasant steigenden Emissionen des weltgrößten Chip-Herstellers Nvidia protestierten Greenpeace-Aktivist:innen heute auf einer Konferenz des Konzerns in Berlin.
Greenpeace-Berechnung: Ölkonzerne erzielen mit Heizöl seit Kriegsbeginn Übergewinne von fast 860 Millionen Euro
Seit dem Ausbruch des Irankriegs im Februar 2026 haben die Mineralölkonzerne im deutschen Heizölmarkt Übergewinne in Höhe von insgesamt 858 Millionen Euro eingefahren. Das zeigt eine neue Analyse i...