Greenpeace kommentiert geplante Bergung der FSO Safer

Hamburg, 21. 9. 2022 - Für die Bergung des maroden Öltankers FSO Safer vor der Küste des Jemen liegen nun die nötigen Zusagen in Höhe von 75 Mio. Dollar vor. Dies gaben die Vereinten Nationen auf Initiative von Deutschland, den Niederlanden und den USA heute am Rande der UN-Generalversammlung bekannt. Der Einhüllentanker Safer birgt 1,14 Millionen Barrel (über 140.000 Tonnen) Rohöl und droht aufgrund seines Alters und der mangelnden Wartung auseinanderzubrechen oder sogar zu explodieren. Eine Bergung muss das Öl auf einen anderen Tanker umpumpen und damit eine humanitäre und ökologische Katastrophe im Roten Meer verhindern. Es kommentiert Greenpeace-Sprecher Manfred Santen

Es ist gut, dass die Zusagen der Regierungen eine Rettung der Safer endlich finanzieren könnten, aber damit die Bergung nun auch sehr schnell beginnen kann und eine ökologische Katastrophe im Roten Meer verhindert wird, müssen diese Zusagen sofort in reales Geld umgewandelt werden. Manfred Santen, Greenpeace Sprecher
Auch wenn nun genügend Mittel vorhanden sind, dürfen wir nicht vergessen, dass wieder einmal steuerzahlende Menschen für die Versäumnisse der Ölindustrie aufkommen sollen. Ölkonzerne haben allein in den ersten beiden Quartalen des Jahres Rekordgewinne eingefahren, ein Vielfaches der Summe, die für die Sicherung der Safer benötigt wird. Trotzdem hat kein einziges dieser Unternehmen Geld gegeben, damit die UN den Anfang schon des Jahres ausgehandelten Rettungsplan umsetzen kann. Regierungen dürfen nicht länger zusehen, wie Ölkonzerne Profit aus der Zerstörung von Natur und Klima ziehen und jede Verantwortung dafür abgeben. Manfred Santen, Greenpeace Sprecher

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