Greenpeace kommentiert Einstieg des Bunds beim Gasversorger Uniper

Berlin, 22. 7. 2022 - Der Bund steigt im Rahmen eines milliardenschweren Rettungspakets beim angeschlagenen Gaslieferanten Uniper ein, kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) heute an. Durch eine Kapitalerhöhung beteilige sich der Bund mit rund 30 Prozent an Uniper. Ein sogenanntes Pflichtwandelinstrument in Höhe von bis zu 7,7 Milliarden Euro soll an den Bund ausgegeben werden, hieß es. Der angeschlagene Energiekonzern hatte am 8. Juli Stabilisierungsmaßnahmen beantragt, weil er aufgrund ausbleibender russischer Gaslieferungen zu höheren Preisen am Markt einkaufen muss. Es kommentiert Greenpeace-Sprecher Manfred Santen:

Es ist richtig, dass die Bundesregierung die Versorgung der Haushalte in der Energiekrise sicherstellt, aber mit dieser milliardenschweren Beteiligung übernimmt der Bund auch Verantwortung für Unipers Geschäfte. Wenn die Ampel in ihrer Klimapolitik glaubhaft bleiben will, kann sie nicht Unipers klima- und umweltschädliche Gaspläne in Australien mitfinanzieren. Als Mitgesellschafterin muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass Investitionen gestoppt werden, die die Klimakrise befeuern und nichts dazu beitragen, die aktuelle Energiekrise zu mindern. Manfred Santen, Greenpeace Sprecher

Hintergrund: Die deutschen Energiekonzerne Uniper und RWE wollen ab 2025 Gas aus einem ökologisch schädlichen Erdgas-Projekt vor der Küste Westaustraliens beziehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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