Greenpeace-Aktive protestieren mit 6-Meter-Gerechtigkeits-Waage vor VW-Hauptversammlung für gerechten Klimaschutz

Neue Umfrage: 85 Prozent fordern von Konzernen mehr Verantwortung

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Berlin, 12. 5. 2022 – Mit einer überdimensionalen Gerechtigkeits-Waage protestieren zehn Greenpeace Aktivist:innen heute vor der Hauptversammlung der Volkswagen AG im Berliner CityCube für gerechten Klimaschutz. Die zwei Meter hohe und sechs Meter breite Balkenwaage neigt sich unter dem Gewicht eines tonnenschweren VW-SUV mit Verbrennungsmotor. In der gegenüberliegenden Waagschale fordern Jugendliche von VW auf einem Banner ihr “Recht auf Zukunft”. Der Autokonzern muss sich in der kommenden Woche vor Gericht für seinen Klimakurs verantworten. Geklagt haben unter anderem die Klimaaktivistin Clara Mayer und ein Bio-Bauer. Sie machen geltend, dass der Konzern mit dem millionenfachen Verkauf klimaschädlicher Diesel und Benziner die Zukunftsrechte junger Menschen und die Existenz von Bauernhöfen bedrohe.

„Solange Volkswagen Jahr für Jahr weiter Millionen Diesel und Benziner auf die Straße rollt, befeuert der Konzern die Klimakrise und geht so ein hohes unternehmerisches Risiko ein“, sagt Greenpeace Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Damit VWs Strategie zum 1,5-Grad-Klimaziel von Paris passt, darf das Unternehmen spätestens Ende des Jahrzehnts weltweit keine weiteren Verbrenner mehr produzieren.“

Klare Mehrheit sieht Autobauer beim Klimaschutz in der Verantwortung

Eine deutliche Mehrheit (85 Prozent) spricht sich dafür aus, dass Industriezweige, deren Produktion oder Produkte vergleichsweise viel CO2 verursachen, wie etwa die Autoindustrie, mehr Verantwortung beim Klimaschutz übernehmen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage unter 1002 Befragten die das Meinungsforschungsinstituts Kantar vom 3. bis 4. Mai im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat. (Alle Ergebnisse hier). “Volkswagen ist eines der klimaschädlichsten Unternehmen der Welt. Allein seine Pkw-Sparte verursacht 1 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. Diese Verantwortung muss der Konzern endlich wahrnehmen und konsequent Klimaschutz umsetzen”, so Stephan. 

Am Freitag, den 20. Mai, verhandelt das Landgericht Detmold erstmals öffentlich die von Greenpeace unterstützte Klage eines Bio-Bauern gegen Volkswagen. VWs enormer CO2-Fußabdruck trage dazu bei, dass sich die Klimakrise beschleunige und viele Höfe um ihre Existenz bangen, argumentieren der Kläger und seine Anwältin Roda Verheyen. Neben dem Landwirt hatten Clara Mayer und die Greenpeace Geschäftsführer Roland Hipp und Martin Kaiser im November 2021 am Landgericht Braunschweig gegen Volkswagen geklagt. Während das Braunschweiger Gericht noch auf eine schriftliche Stellungnahme von VW wartet, wird in Detmold bereits verhandelt.  

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