Hamburg, 01.04.2010 - Der Greenpeace-Kühlschrank SolarChill ist durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den weltweiten Einsatz in Krisengebieten zugelassen worden. Das ist der Durchbruch für eine Lösung, die Menschenleben retten kann und dabei noch umweltfreundlich und ökonomisch ist. Der Impfstoffkühlschrank soll nach und nach gasbetriebene oder batterieabhängige Kühlschränke ersetzen und so die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten auch in unzugänglichen Regionen und Entwicklungsländern sichern. Der FCKW- und FKW-freie SolarChill versorgt sich dabei mit Sonnenenergie. Derzeit verderben jedes Jahr Impfstoffe im Wert von mehreren Millionen US-Dollar, weil die Kühlung aufgrund von Strom- oder Gasmangel nicht funktioniert hat.
"Die Zulassung ist ein Meilenstein. Eine umweltfreundliche Lösung, die hilft Menschenleben zu retten, tritt nun ihren Siegeszug an", sagt Wolfgang Lohbeck, Sprecher von Greenpeace. "Der Kühlschrank beweist ein weiteres Mal, dass umweltfreundliche Technik und ökonomische Entwicklungen sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig unterstützen können."
Die Entwicklung des klimaschonenden, batterie- und FCKW/FKW- freien Kühlschranks SolarChill hat bis zur Zulassung zehn Jahre gedauert. Bereits seit 1993 gibt es den ebenfalls im Auftrag von Greenpeace entwickelten Vorläufer Greenfreeze auf dem Markt. Der Greenfreeze wurde bereits 400 Millionen Mal auf der ganzen Welt verkauft und hat das Klima damit um 400 Millionen Tonnen CO2 entlastet.
Neben Greenpeace arbeiten sechs weitere Partner an dem Projekt: die WHO, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, die UN Umweltorganisation UNEP, die Organisation PATH, die GTZ und das dänische Technologie-Forschungszentrum DTI sind beteiligt. Die dänische Kühlgerätefirma Vestfrost war als technischer Partner von Anfang an dabei und produzierte auch die ersten SolarChill.
Durch die WHO-Zulassung werden nun auch von der Weltbank Ende 2009 bewilligte Gelder frei gegeben. Zweieinhalb Millionen US-Dollar können jetzt in die Weiterentwicklung und Verbreitung des SolarChills in Entwicklungsländern investiert werden. Auch Greenpeace wird die Entwicklung weiter begleiten. "Die Zulassung war erst der Anfang. Projekte in aller Welt werden helfen, Tausende Menschenleben zu retten", so Lohbeck.
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