Kommentar zur Schweinepest in Mecklenburg-Vorpommern

Hamburg, 16. 11. 2021 - Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in einem großen Schweinestall in Deutschland aufgetreten. In einer Mastanlage im Landkreis Rostock sind mehrere Schweine verendet, jetzt müssen alle 4000 Tiere getötet werden. Es kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann:

„Der Ausbruch der Schweinepest ist eine Tragödie für die Tiere und die betroffenen Menschen. Deutschland ist mit mehr als 25 Millionen Tieren heute Schweineland. Dass nun größere Schäden und Tierleid drohen, hat auch mit agrarpolitischen Fehlentscheidungen zu tun, mit dem Druck auf die Landwirt:innen, die Intensivtierhaltung auszubauen, um international wettbewerbsfähig zu werden.  Dirk Zimmermann, Greenpeace-Agrarexperte
Die Schweinepest ist mit Zäunen nicht aufzuhalten, ein Impfstoff ist zwar in der Entwicklung, aber noch nicht verfügbar. Sie ist ein Alarmsignal für eine Agrarwende, das die Verhandler:innen der Ampel-Koalition nicht überhören sollten. Es wäre fatal, weiter auf die massenhafte Produktion von Billigfleisch zu setzen, mit einer Haltung, die Tiere krank macht, der Natur wie dem Klima schadet und das Seuchenrisiko erhöht. Wenn die neue Bundesregierung die Landwirtschaft davor schützen will, muss sie endlich den Umbau der Tierhaltung vorantreiben und die Bedingungen für eine artgerechte Haltung mit insgesamt deutlich weniger Tieren schaffen. Dirk Zimmermann, Greenpeace-Agrarexperte
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