Greenpeace kommentiert Merkels Rede beim digitalen UN-Klimagipfel

Kein Geld für Gestern

Hamburg, 12. 12. 2020 – In ihrer heutige Rede im Rahmen des digitalen UN-Gipfels zum fünften Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) davon, dass ehrgeizige Ziele auch “ehrgeizige nationale Beiträge” erfordern.Die Rede kommentiert Greenpeace-Geschäftsführender Vorstand Martin Kaiser:

Die ,ehrgeizigen nationalen Beiträge’, von denen Kanzlerin Merkel spricht, müssen jetzt auch in Deutschland sichtbar werden. Das nachgeschärfte EU-Ziel hat unmittelbare Konsequenzen für Deutschland, die sich auch in der Ausgestaltung der Corona-Hilfen niederschlagen müssen. Das neue europäische Klimaziel muss der Auftakt eines Klimaendspurts für Angela Merkels verbleibende Amtszeit werden. Nur wenn ab heute kein Geld für Gestern fließt, kann Deutschland im Rennen um zukunftsfähige Industrien und beim Schutz des Klimas wieder aufholen. Der Rückstand der deutschen Autoindustrie beim Klimaschutz und beim Umstieg auf saubere E-Autos etwa lässt sich nur mit klaren politischen Vorgaben wie einem Ausstiegsdatum für weitere Verbrennungsmotoren aufholen. Der wachsende Bedarf sauberer Energie muss mit einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren gedeckt werden. Dann lässt sich auch der Ausstieg aus der Kohle soweit vorziehen, wie die Pariser-Klimaziele es fordern. Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace

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Greenpeace ist eine internationale Umweltorganisation, die mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen kämpft.

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