Greenpeace kommentiert die Debatte des Europäischen Agrarrats über ein EU-weites Tierwohllabel

Gegen eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung in Deutschland hatte sich Klöckner mehrfach ausgesprochen, da diese nur EU-weit geregelt werden könne. Rechtsgutachten belegen, dass dies aber auch auf nationaler Ebene möglich wäre. Es kommentiert Greenpeace-Agrarexpertin Stephanie Töwe

Ministerin Klöckner hat offensichtlich keinerlei Interesse an Fortschritten im Tierschutz in den Ställen. Denn anstatt im EU-Agrarrat eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung voranzutreiben, versucht sie ihr windelweiches freiwilliges Tierwohlkennzeichen jetzt auf europäischer Ebene zu vermarkten. Das bringt weder dem Großteil der Tiere etwas, noch verschafft es Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Durchblick beim Einkauf. 
Der EU-Agrarrat sollte eine für alle EU-Staaten verpflichtende Haltungskennzeichnung von Fleisch auf den Weg bringen, statt Klöckners Vorschlag eines freiwilligen Labels zu folgen. Denn nur wenn wie bei Eiern gesetzlich verpflichtend gekennzeichnet ist, wie die Tiere gehalten wurden, kann dies echte Transparenz entfalten. Über den Verkaufspreis erhielten Landwirtinnen und Landwirte dann höhere Einkünfte, wenn sie ihre Tiere nach höheren Standards hielten, zum Beispiel in Ställen mit Auslauf. Stephanie Töwe. Greenpeace-Agrarexpertin

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